Das RichWaterWorld-Projekt

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Foto-Credit: Sergey Tokarev – Fotolia.com

Klima- und Wassermanagement
Wasser steht zurzeit im Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit, denn der Klimawandel bewirkt, dass es immer mehr zu extremen Niederschlagsperioden im Wechsel mit extremen Trockenperioden kommt. Das stellt Wassersysteme vor eine große Herausforderung und bedeutet, dass diese sowohl robuster als auch weitestgehend selbsttragend arbeiten müssen, um Schäden durch Hochwasser und Dürren vorzubeugen.

Der Klimawandel bringt ernstzunehmende Konsequenzen in Bezug auf Wasservorräte mit sich, vor allem in höher gelegenen Deltas, womit insbesondere Flüsse und Wassersysteme in ländlichen Gegenden gemeint sind. Dort ist zu beobachten, dass sich inzwischen Zeiträume mit Wasserüberschuss und Zeiträume mit Wasserknappheit intensiver abwechseln als zuvor. Die größeren Unterschiede haben wiederum eine immer größere Auswirkung auf die Wasserqualität. Daher dringt es immer mehr in unser Bewusstsein, wie wichtig der Zugang zu und die Aufbewahrung von frischem Trinkwasser ist.

Klimaresistente Lösungsansätze
Für klimasichere Wasserverwaltung ist es wichtig, dass Wetterextreme vorhergesagt werden können. Hierfür sind präzise Wettervorhersagedaten, Sensorwerte von Boden und Wasser sowie Wasser- und hydrologische Modellauswertungen notwendig. Mit dem sogenannten RichWaterManagement Tool entstand ein innovatives, anpassungsfähiges Wassermanagementsystem.

Dieses Verwaltungsprogramm ermittelt den Wasserhaushalt unter verschiedenen klimatischen Bedingungen. Es wertet alle historischen, gegenwärtigen und antizipierten Wetterdaten durch Rückgriff auf ein Grundwassermodell (SWAP) aus. Von dort veranschaulicht es Daten und führt eine operative Wasserverwaltung aus.

Telemetrische Messnetze
Ein wichtiger Wettersensor, der im zum Einsatz kommt, ist der Lufft WS501-UMB auf einem Vier-Meter-Mast. Er misst Globalstrahlung, Lufttemperatur, relative Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit, worum es sich um die wichtigsten Werte in Bezug auf Verdunstung handelt. Der Wettersensor findet Anwendung im Lingezegen Park, bei dem es sich nicht nur um einen Erholungsort sondern auch um Forschungsgebiet für die Bereiche Umwelt und Agrarwirtschaft handelt.

Die Wetterstation ist mit der Telemetrie-Plattform Eijkelkamp Global Data Transmitter Multiple (GDT-M) durch eine SDI12-Schnittstelle verbunden. Diese Plattform ermöglicht die internetbasierte Datenvisualisierung von intelligenten Sensoren, wie dem WS501-UMB.

Über Eijkelkamp Agrisearch:
Royal Eijkelkamp ist ein Lieferant von Boden- und Wasseruntersuchungstechnologien aus Giesbeek in den Niederlanden und existiert bereits seit über hundert Jahren. Durch die lange Erfahrung, hat sich das Unternehmen viel Wissen über den Einsatz von Sensoren zur qualitativen und quantitativen Klima-, Wasser- und Bodenüberwachung angeeignet und hat Wege erarbeitet, all diese Anwendungen zu vereinen. Jegliche Veränderungen von Umweltbedingungen wie Niederschlag, Verdunstung, Oberflächen- und Grundwasserspiegel können mithilfe von passenden Sensoren in Echtzeit entdeckt sowie ausgewertet werden..

Weitere Informationen finden Sie unter http://richwaterworld.com/ und unter https://en.eijkelkamp.com/projects/water-projects/richwaterworld-en.html

Informationen zum Autor:
Hans van Rheenen arbeitet als Innovationsmanager bei Eijkelkamp Agrisearch Equipment. Dort beschäftigt er sich mit Entwicklungsaufgaben und intelligenten Umweltsensoren, die über das Internet gesteuert werden können. Zusätzlich ist er ein Mitglied des RichWaterWorld-Projektteams.

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