Lebenselixier und Klimakiller

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Zwei Buchstaben und eine Zahl – CO2 eine Kombination, die unsere Welt in Atem hält und zwar im übertragenen und buchstäblichen Sinn. Der folgende Artikel zeigt auf, dass CO2 allerdings weit mehr ist, als ein wichtiger Verursacher des Klimawandels, sondern auch einen großen Nutzen hat, wenn es in Massen wirken kann.

Kaum ein Gas beschäftigt auch Laien so sehr wie das CO2. Eine traurige Berühmtheit hat es im Rahmen der Diskussion um die Klimaerwärmung erreicht. Und in der Tat: CO2 fällt eine besondere Bedeutung, im Hinblick auf die wohl größte Herausforderung der Menschheit, zu. Jedes Kind hat heute schon davon gehört, dass CO2 für den Klimawandel mitverantwortlich ist. CO2 oder auch Kohlenstoffdioxid gilt hierbei als wichtiges Treibhausgas

Ist der Mensch der Klimakiller?

Kohlendioxid war eines der ersten Gase, das im Unterschied zu Luft so bezeichnet wurde. Der flämische Chemiker Johan Baptista van Helmont war es, dem auffiel, das die Masse von Holzkohle bei der Verbrennung abnahm. Daraus schloss er, dass sich der Rest der Holzkohle in eine unsichtbare Substanz verwandelt hatte, die er Gas oder „Spiritus sylvestre“ (wilder Geist) nannte. Das was van Helmont bereits vor über zweihundert Jahren beobachtete, ist von jeher Verursacher des Treibhauseffekts und seit der Industrialisierung mitverantwortlich für den schrittweisen Klimawandel. Die anthropogenen, das heißt vom Menschen verursachten, Kohlenstoffdioxid-Emissionen betragen jährlich circa 36,3 Gigatonnen[1]. Das klingt erst einmal viel. Dazu kommen aber noch die natürlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen und die liegen mit jährlich 550 Gigatonnen (Stand 2001) mehr als fünfzehnmal so hoch. Sind wir Menschen also gar nicht verantwortlich für den Klimawandel? Die Antwort darauf ist ein klares: Ja und Nein. Wie so oft, hatte die Erde für sich ein ideales Gleichgewicht gefunden, bis der Mensch dazwischen kam. Der Großteil der natürlichen Emissionen wird von der Erde nämlich wieder aufgenommen. Zum einen durch die Biosphäre und zum anderen durch die Ozeane. Das führte dazu, dass bis zum Beginn der Industrialisierung die die Kohlenstoffdioxid-Konzentration auf der Erde recht konstant war. Erst der Mensch trägt nun dazu bei, dass mehr Kohlenstoffdioxid produzierte wird, als die Erde wieder aufnehmen kann. Das führt zum einen zum Versauern der Ozeane und zum anderen zum bekannten Treibhauseffekt.[2] Das zusätzlich erzeugte Kohlenstoffdioxid hat einen Anteil von 60% an der Verstärkung des Treibhauseffektes

CO2 kann auch anders

Aber neben den, ohne Zweifel negativen, Folgen für das Klima, hat CO2 auch sehr nützliche Eigenschaften. Für Besucher von Rockkonzerten hält Kohlenstoffdioxid einen besonderen Effekt bereit. Bei – 78,5 °C ist es das bekannte Trockeneis, mit dem sich schöner Bühnennebel erzeugen lässt. Zudem ist Kohlenstoffdioxid recht günstig, nicht entflammbar und gutes Rohmaterial für chemische Synthesen. Auch für Gourmets hält Kohlenstoffdioxid etwas bereit: als Kohlensäure stimuliert es unsere Geschmackssinneszellen, was einen Erfrischungseffekt zur Folge hat. Diesen Effekt genießen wir u.a. in Bier oder Sekt, wo es durch Gärung entsteht. Und sollte Ihnen dann bei einem leckeren Abendessen mit Freunden, das Fondue-Set in Flammen aufgehen, werden Sie sich freuen, wenn Sie – neben Bier, Sekt und Mineralwasser – noch weiteres Kohlenstoffdioxid im Hause haben: in Form eines Feuerlöschers. Aber es kann nicht nur heiße Feuer löschen, sondern hilft mit unseren Durst zu löschen, in dem es in Kühlgeräten eingesetzt wird, die im Sommer unsere kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke schon herunterkühlen. Sie sehen also, Kohlenstoffdioxid hat auch seine guten Seiten.

Gut, wenn man weiß wie es wird

Aber ohne Zweifel, das Zutun des Menschen zum Kohlenstoffdioxidaustoß hat heute starke Auswirkungen auf das Klima und damit auch auf das Wetter. Vorhersagen im herkömmlichen Sinne werden schwerer und unsicherer, Jahreszeiten verhalten sich nicht mehr wie noch vor hundert oder fünfzig Jahren. Klimazonen verschieben sich. Auch in ursprünglich milden Klimazonen erleben wir zunehmend extreme Wetterverhältnisse. Deshalb ist das fortlaufende Erfassen von Wetter- und Klimadaten zur Absicherung von Vorhersagen unerlässlich. LUFFT hat hierzu eine ganze Reihe von Messgeräten, die Wetterverhältnisse in der Landwirtschaft, auf Straßen oder auch im Gebirge genauestens bestimmen und berechenbar machen. So schafft LUFFT Wettersicherheit in unsicheren Zeiten.

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[1] CO2 – Kreislauf Intergovernmental Panle on Climate Change: Climate Change 2001 IPCC This Assessment Report 2001

[2] Meehl, Gerald A., Warren M. Washington, Caspar M. Ammann (2004): Combinations of Naturla and Anthropogenic Forcings in Twentieth Century Climate, in: Journal of Climate, Vol. 17, 1 Oktober.

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