Machen Sie sich bereit für die Inter Airport Europe 2015

 
Foto-Quelle: Flughafen Bergamo, Italien; Intercom Dr. Leitner

Verschiedene Wetterphänomene spielen eine entscheidende Rolle für den reibungslosen Ablauf des Flughafenbetriebs. Dazu gehören starke Winde, Niederschlag, Nebel, Rauch und andere sichtweitebeeinflussenden Faktoren sowie mit Frost und Schnee verbundenen Witterungen. Laut FAA (Federal Aviation Administration) werden 23 Prozent der weltweiten Flugunfälle durch das Wetter beeinflusst. Auch Flugverspätungen hängen häufig mit dem Wetter zusammen.

Die einzelnen Sensoren von Lufft lassen sich in sogenannte AWOS (automatische Flughafenwetterstationen) integrieren. Diese dienen wiederum als Entscheidungshilfe (DSS) für die Flughafenverantwortlichen (z.B. Tower und Piloten).

Auf der diesjährigen Inter Airport in München stellen wir Ihnen verschiedene Sensoren vor, die eine Vielzahl relevanter Umweltdaten abdecken: den innovativen mobilen Straßenwettersensor MARWIS, die stationären Oberflächen-Sensoren IRS31Pro– und ARS31Pro-UMB, den Wolkenhöhensensor CHM 15k sowie den WS700-UMB Wettersensor.

Der laserbasierte CHM 15k Wolkenhöhesensor misst bis zu 15 Kilometer in die Höhe und erkennt bis zu neun verschiedene Wolkenschichten. Zudem identifiziert er sowohl verschiedene Aerosolschichten als auch Zirrus-Wolken mit einer optischen Dichte von unter 0,003 innerhalb von 500 Metern Schicht-Dicke. Er erstellt Partikelrückstreuungsprofile, einen Index für Himmelszustände und bewertet die vertikale Sichtbarkeit.

Der innovative mobile Straßenwettersensor MARWIS tastet berührungslos bis zu 100 Mal pro Sekunde die Runway-Oberflächen ab. Er ermittelt verschiedene Straßenzustandsparameter, wie u.a. den Wasserfilm bis sechs Millimeter, die Straßentemperatur sowie Eisprozente und berechnet daraus die Reibung. Durch seine Mobilität deckt er auch die Messpunkte ab, auf denen sich keine fixen Runwaysensoren befinden.

Für stationäre Messungen sind wiederum die Straßensensoren ARS31Pro– sowie IRS31Pro-UMB einsetzbar, die in die Rollfeld-Oberfläche eingebaut werden. Der aktive ARS31Pro detektiert mithilfe eines Peltier-Elements die Gefriertemperatur unabhängig vom eingesetzten Enteisungsmittel. Ergänzt um den passiven Straßensensor IRS31Pro-UMB, der u.a. bis zu vier Millimeter hohe Wasserfilme, die Salzkonzentration sowie Tiefentemperaturen ermittelt, liefern beiden Sensoren zuverlässige Informationen über Wettereinflüsse auf Start- und Landebahnen. Um die Wartung der invasiven Fühler zu erleichtern, lässt sich deren Elektronik vom Gehäuse trennen.

Der WS700-UMB Wettersensor misst Umfeld-Wetterdaten und deckt dabei besonders viele Messparameter ab. In einem Gehäuse mit einer einzigen Kabelanbindung vereint er Sensoren zur Erfassung der Lufttemperatur, relativen Feuchte, Niederschlagsintensität, Niederschlagsart, Niederschlagsmenge, Luftdruck, Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Globalstrahlung.

Alle erwähnten Sensoren kommunizieren mithilfe offener Protokolle, wie UMB-ASCII, UMB-Binär, SDI-12, MODBUS sowie analog mithilfe eines DACON Digital-Analog-Konverters.

Begleitet durch ViewMondo, die neue Monitoring-Software, wird das Messnetzwerk vom Browser aus erreichbar und die Messdaten übersichtlich aufbereitet. Zudem enthält ViewMondo einen Runway-Condition-Code (RCC)-Workflow, der die Bestimmung der Rollfeld-Zustände nicht nur digitalisiert sondern hierfür auch auf verlässliche Sensor-Daten zurückgreift.

Besonders im Hinblick auf den wachsenden Flugverkehr wird die automatische und kontinuierliche Wetterüberwachung verbunden mit sicherheitsrelevanten Entscheidungen auf Flughäfen in Zukunft unabdingbar sein.

Um sich nun selbst ein Bild der Flughafenlösungen von Lufft zu machen, besuchen Sie uns am Stand 755 in Halle B – wir freuen uns auf Sie!

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