Sensorik bei Kälte und Sturm: Windmessung in der Antarktis

2014-07-Antarktis_Lufft-Windmessung

Die argentinische Forschungsstation Orcadas befindet sich in der Antarktis. Sie zählt zu den ältesten und bis heute bestehenden Stationen im Gebiet des Kontinents. Die Antarktis spielt eine wichtige Rolle für das Wetter auf der Südhalbkugel und ist deshalb zentraler Ausgangspunkt für meteorologische Untersuchungen. Die Orcadas-Station stationiert sich auf der zu den Südlichen Orkneyinseln gehörenden Insel Laurie Island und ist vom nächstgelegenen Hafen Ushuaia auf Feuerland über 1500 km entfernt.

Die Station ist auf einer Höhe von vier Metern über dem Meeresspiegel angesiedelt und 170 Meter von der Küste abgelegen. Seit 1903 ist die Orcadas-Station permanent mit wissenschaftlichem Personal besetzt. In den insgesamt 11 Gebäuden leben im Sommer bis zu 45 und im Winter bis zu 14 Personen. Diese forschen dort auf den Gebieten der Glaziologie, Seismologie und Meteorologie.

Damit die Mitarbeiter stetig über die Windbedingungen auf der Forschungsstation informiert sind, werden seit 2011 mehrere Windmesseinheiten von Lufft eingesetzt. Insgesamt wurden 20 Wettersensoren des Modells WS200-UMB installiert. Die intelligente Wettersensorik dient zur Messung von Windrichtung und Windgeschwindigkeit. Die gesamte Messung der Umweltdaten erfolgt mit Hilfe eines Ultraschall-Messverfahrens.

Präzise Messung  und verlässliche Prognosen sind hier lebenswichtig. Denn der arktische Kontinent zählt nicht nur zu den Kältesten, sondern auch zu den Windreichsten. Die inländische Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei -55 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten von 150 bis 200 km/h sind keine Seltenheit. Die Mitarbeiter der Forschungsstation haben besonders auf aufkommende Stürme zu achten, sobald sie sich außerhalb der Gebäude befinden. Der rasante Wetterumschwung kann zu einer lebensgefährlichen Bedrohung werden. Schnell kann sich die Wetterlage von strahlendem Sonnenschein und Windstille zu einem extrem gefährlichen kalten Fallwind entwickeln. Diese Winde sind unberechenbar, da sie schnell und äußerst heftig auftreten. Um eben genau vor dieser Gefahr geschützt zu sein, erfolgt eine ständige Überwachung mit Hilfe der von Lufft entwickelten intelligenten Wettersensorik.

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